
Armriemen
Riemen der an einem Armband gehakt wird um das Gewehr und die Arme während des Schießens zu stabilisieren. Wird in liegender Schussposition verwendet.
Clicks - Raster
Ermöglicht feine Justierungen des Gewehres, je nach Wind- und Sonneneinfallswinkel. Der Grad der Veränderung wird in Rastern (Clicks) gemessen. Der Trainer kann den Sportlern am Schießplatz behilflich sein, indem er ihnen die Korrektur unter Beobachtung der Windverhältnisse, zuruft.
Magazin
Magazin für 5 Kugeln - Kaliber 22. Während des Rennens können bis zu 4 Magazine im Gewehrraum untergebracht werden. Am Schießplatz werden die Magazine entnommen und in das Gewehr eingelegt.
Einzelwettbewerb
Die Athleten starten einzeln nacheinander. Die Startnummern werden vorher ausgelost. Die Distanz beträgt 20 km bei den Männern und 15 km bei den Frauen. Bei jeweils zwei Liegend- und Stehendschießen wird jeder Fehler mit einer Minute Strafzeit bestraft. Diese im Vergleich zu den anderen Wettbewerben hohe Strafe gleicht den Vorteil der starken Läufer in dieser Disziplin zugunsten der guten Schützen wieder aus. Dies ist der traditionelleste Wettkampf im Biathlonsport.
Geschirr
Schulterriemen zum Anschnallen des Gewehrs am Rücken.
Massenstart
Die Athleten gehen gleichzeitig ins Rennen. Es starten nur die 30 Besten im Gesamtweltcup. Die Distanz beträgt 15 bzw. 12,5 km. Bei jeweils zwei Liegend- und Stehendschießen wird jeder Fehler mit einer Strafrunde belegt. Der Massenstart wird seit 1997 ausgetragen und wurde für Turin 2006 erstmals in das Programm der Olympischen Winterspiele aufgenommen.
Off Hand
Stehende Position beim Schießen
Strafrunde
Runde über ca. 150 m die als Strafrunde beim jedem Verfehlen der Zielscheibe beim Sprint, Massenstart, Verfolgung und in der Staffel zurückgelegt werden muss. Ein rascher Läufer benötigt dafür 30 bis 35 Sekunden. In den Einzelrennen müssen keine Strafrunden gefahren werden, wo für eine verfehlte Zielscheibe eine Strafminute berechnet wird.
Prone - Liegende Stellung
Liegende Schieß-Stellung beim Biathlon. Beim Einzelrennen wird bei der ersten und dritten Station in liegender Position geschossen, ebenso beim ersten Schießteil beim Sprinten.
Schießen
Der Schießstand besteht meist aus 30 Schussbahnen, so dass bis zu 30 Athleten parallel schießen können. Geschossen wird mit einem mindestens 3,5 kg schweren Kleinkalibergewehr (Kaliber 5,6 mm), das manuell zu Repetieren ist, auf die 50 m entfernten 5 Scheiben je Schussbahn. Der Abzug muss dabei einen Widerstand von mindestens 500 g haben. Die Kugeln beschleunigen auf durchschnittlich 300 m/s. Der zu treffende Bereich jeder Scheibe beträgt beim Liegendschießen 4,5 cm und beim Stehendschießen 11,5 cm im Durchmesser. Die Biathleten kommen mit einem Puls von ca. 180 zum Schießstand. Als Fehler gilt das Verfehlen der schwarzen Zielscheibe. Treffer werden durch Verdecken der schwarzen Scheibe durch eine weiße Klappe angezeigt. Die Waffe und Munition führt der Sportler während des gesamten Wettkampfes mit sich.
Skaten
Um 1980 eingeführte Langlauftechnik. Um den Langläufer eine bessere Vorwärtsbewegung zu gestatten, werden längere Skistöcke verwendet die abwechselnd außen beim rechten Fuß und linken Fuß angesetzt werden. Der Langläufer bewegt sich in einer Rechts-Links-Richtung vorwärts, anstatt die Loipe gerade entlang zu gleiten. Im Gegensatz zum klassischen Stil wird hier auf ungespurten Loipen gefahren.
Snow guard - Schneeschutz
Die Hülse des oberen Gewehrauslaufs schützt das Gewehr vor Schnee im Falle eines Sturzes während der Fahrt. Am Schießplatz wird sie selbstverständlich nach oben geklappt.
Sprint
Die Athleten starten einzeln nacheinander. Die Distanz beträgt 10 bzw. 7,5 km. Bei je einem Liegend- und Stehendschießen wird jeder Fehler mit einer Strafrunde bestraft.
Staffel
Die nach Nationen aufgestellten, aus je vier Athleten bestehenden, Staffeln gehen gleichzeitig ins Rennen. Die Distanz pro Biathlet beträgt 7,5 bzw. 6 km. Bei je einem Liegend- und Stehendschießen darf jeder Biathlet, zusätzlich zu seinen 5 Patronen, dreimal manuell nachladen. Jeder weitere Fehler wird mit einer Strafrunde bestraft.
Verfolgung
Die besten 60 Athleten der Sprintwertung starten im Zeitabstand, mit dem sie beim Sprint ins Ziel kamen, in die Loipe. Die Distanz beträgt 12,5 bzw. 10 km. Bei jeweils zwei Liegend- und Stehendschießen wird jeder Fehler mit einer Strafrunde bestraft. Die Verfolgung wurde erst 1997 eingeführt. Verfolgung, Massenstart, Staffelbewerbe besitzen häufig die größte Dramatik.
Zero
Die Nullstellung der Gewehrtarierung, die vor dem Rennen beim Schießen auf Papierziele ermittelt wird, um sich auf die jeweiligen Wind- und Lichtverhältnisse am Schießplatz einzustellen. Im Wettkampf selber kann man über die o .g. Clicks auf veränderte Bedingungen reagieren.